<p type="main" id="id7766568">Moritz Schlick an Albert Einstein</p>

<p type="main" id="id7766640"/> <p type="main" id="id7766712">Wien IV., 12. I. 26</p>

<p type="main" id="id7766784">Prinz-Eugen-Str. 68</p>

<p type="main" id="id7766856"/> <p type="main" id="id7766928"/> <p type="main" id="id7769664">Hochverehrter, lieber Herr Professor,</p>

<p type="main" id="id7769808">vor einiger Zeit schrieb ich Ihnen einige Zeilen mit der Bitte, für die Ende dieses Monats zu gewärtigende Enthüllung eines Mach-Denkmals im Wiener Rathauspark einen kleinen Artikel in der bei dieser Gelegenheit erscheinenden Sonderbeilage der hiesigen „Neuen Freien Presse“ zu schreiben. Ich würde Ihnen ganz ausserordentlich dankbar sein, wenn Sie mir durch eine kurze Zeile mitteilen wollten, ob Sie bereit sind, einen solchen Artikel zu schreiben. Es wäre wirklich herrlich, wenn wir auf Ihre Mitarbeit rechnen könnten. Der Aufsatz müsste wohl allerdings in der allernächsten Zeit abgesandt werden , und zwar an die Adresse von Prof. Wolfgang Pauli sen., biolog.-chem. Institut der Universität, Währinger Str. 13a, Wien IX.</p>

<p type="main" id="id7769736">Herr Planck war in diesen Tagen in Wien, und ich hatte Gelegenheit, mit ihm u.a. auch über Herrn Reichenbach zu sprechen. Es hat mich ganz ausserordentlich gefreut, zu erfahren, dass danach die Angelegenheit Berlin doch nicht ganz so schlecht steht und dass noch Hoffnung vorhanden ist, Reichenbachs Habilitation dort durchzusetzen – vor allem, dass Herr Planck selbst eine so überaus freundliche Stellung in der Angelegenheit einnimmt. Ich wünsche R. von ganzem Herzen, dass sein Plan sich verwirklichen möge.</p>

<p type="main" id="id7769880">Mit den allerbesten Wünschen für Ihr Wohlergehen und ergebensten Grüssen in tiefer Dankbarkeit und Verehrung,</p>

<p type="main" id="id7769952">Ihr</p>

<p type="main" id="id7770024">M. Schlick</p>

<p type="main" id="id7767144"/> </chap> </body> </text> </archimedes>
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