| Einstein, Albert Die Grundlage der allgemeinen Relativitaetstheorie 1916 | ||||||
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Wertesystem der Variablen x1....x4; d. h. die Koinzidenz
ist durch die
Übereinstimmung der Koordinaten charak-
terisiert. Führt man statt der
Variablen x1....x4 beliebige
Funktionen derselben, x1', x
2', x
3', x
4' als neues
Koordinaten-
system ein, so daß die Wertesysteme einander eindeutig zu-
geordnet sind, so ist die Gleichheit aller vier Koordinaten
auch im neuen System
der Ausdruck für die raumzeitliche
Koinzidenz zweier Punktereignisse. Da
sich alle unsere physi-
kalischen Erfahrungen letzten Endes auf solche
Koinzidenzen
zurückführen lassen, ist zunächst kein Grund vorhanden,
gewisse
Koordinatensysteme vor anderen zu bevorzugen, d. h.
wir gelangen zu der
Forderung der allgemeinen Kovarianz.
§ 4. Beziehung der vier Koordinaten zu räumlichen und zeit-
lichen Meßergebnissen.
Analytischer Ausdruck für das
Gravitationsfeld.
Es kommt mir in dieser Abhandlung nicht darauf an,
die allgemeine
Relativitätstheorie als ein möglichst einfaches
logisches System mit einem
Minimum von Axiomen darzu-
stellen. Sondern es ist mein Hauptziel, diese
Theorie so zu
entwickeln, daß der Leser die psychologische Natürlichkeit
des
eingeschlagenen Weges empfindet und daß die zugrunde
gelegten Voraussetzungen
durch die Erfahrung möglichst ge-
sichert erscheinen. In diesem Sinne sei nun die
Voraus-
setzung eingeführt:
Für unendlich kleine vierdimensionale Gebiete ist die
Relativitätstheorie im
engeren Sinne bei passender Koordi-
natenwahl zutreffend.
Der Beschleunigungszustand des unendlich kleinen (,,ört-
lichen“)
Koordinatensystems ist hierbei so zu wählen, daß
ein Gravitationsfeld nicht
auftritt; dies ist für ein unendlich
kleines Gebiet möglich. X1, X2, X3 seien die
räumlichen
Koordinaten; X4 die zugehörige, in geeignetem Maßstabe ge-
messene1) Zeitkoordinate. Diese Koordinaten haben, wenn
ein starres Stäbchen
als Einheitsmaßstab gegeben gedacht
wird, bei gegebener Orientierung des
Koordinatensystems
eine unmittelbare physikalische Bedeutung im Sinne der
speziellen Relativitätstheorie. Der Ausdruck
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1) Die Zeiteinheit ist so zu wählen, daß die Vakuum-Lichtgeschwindig-
keit --
in dem ,,lokalen“ Koordinatensystem gemessen -- gleich 1 wird.