während (73) und (70) ergeben

       V~ ------             (         )           g-44-         -a-        x22- g  =    - g 22  =  1 +  2 r  1  +  r2   .

Die Ausrechnung ergibt

B  =  2a- =   x-M--.        D      4p D
(74)

Ein an der Sonne vorbeigehender Lichtstrahl erfährt dem-
nach
eine Biegung von 1, 7'', ein am Planeten Jupiter vorbei-
gehender eine solche von etwa 0, 02''.

Berechnet man das Gravitationsfeld um eine Größen-
ordnung genauer, und ebenso mit entsprechender Genauig-
keit die Bahnbewegung eines materiellen Punktes von relativ
unendlich
kleiner Masse, so erhält man gegenüber den Kepler-
Newtonschen Gesetzen der Planetenbewegung eine Abwei-
chung von folgender Art. Die Bahnellipse eines Planeten er-
fährt
in Richtung der Bahnbewegung eine langsame Drehung
vom Betrage

         3------a2------ e =  24 p T 2 c2(1 - e2)
(75)

pro Umlauf. In dieser Formel bedeutet a die große Halbachse,
c die Lichtgeschwindigkeit in üblichem Maße, e die Exzentrizität,
T die Umlaufszeit in Sekunden.1)

Die Rechnung ergibt für den Planeten Merkur eine Drehung
der
Bahn um 43'' pro Jahrhundert, genau entsprechend der
Konstatierung
der Astronomen (Leverrier); diese fanden
nämlich
einen durch Störungen der übrigen Planeten nicht
erklärbaren
Rest der Perihelbewegung dieses Planeten von
der
angegebenen Größe.

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1) Bezüglich der Rechnung verweise ich auf die Originalabhand-
lungen A. Einstein, Sitzungsber. d. Preuß. Akad. d. Wiss. 47. p. 831.
1915. -- K. Schwarzschild, Sitzungsber. d. Preuß. Akad. d. Wiss. 7.
p. 189. 1916.

(Eingegangen 20. März 1916.)

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