| Einstein, Albert Die Grundlage der allgemeinen Relativitaetstheorie 1916 | ||||||
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Der Einheitsmaßstab erscheint also mit Bezug auf das Ko-
ordinatensystem in
dem gefundenen Betrage durch das Vor-
handensein des Gravitationsfeldes
verkürzt, wenn er radial
angelegt wird.
Analog erhält man seine Koordinatenlänge in tangentialer
Richtung, indem
man beispielsweise setzt
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(71a) |
Bei tangentialer Stellung hat also das Gravitationsfeld des
Massenpunktes keinen
Einfluß auf die Stablänge.
Es gilt also die Euklidische Geometrie im Gravitations-
felde nicht einmal in
erster Näherung, falls man einen und
denselben Stab unabhängig von seinem Ort
und seiner Orien-
tierung als Realisierung derselben Strecke auffassen will.
Allerdings zeigt ein Blick auf (70a) und (69), daß die zu er-
wartenden
Abweichungen viel zu gering sind, um sich bei
der Vermessung der Erdoberfläche
bemerkbar machen zu
können.
Es werde ferner die auf die Zeitkoordinate untersuchte
Ganggeschwindigkeit
einer Einheitsuhr untersucht, welche in
einem statischen Gravitationsfelde ruhend
angeordnet ist. Hier
gilt für eine Uhrperiode
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(72) |
Die Uhr läuft also langsamer, wenn sie in der Nähe ponde-
rabler Massen
aufgestellt ist. Es folgt daraus, daß die Spektral-
linien von der Oberfläche großer
Sterne zu uns gelangenden
Lichtes nach dem roten Spektralende verschoben
erscheinen
müssen.1)
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1) Für das Bestehen eines derartigen Effektes sprechen nach
E. Freundlich
spektrale Beobachtungen an Fixsternen bestimmter
Typen. Eine endgültige
Prüfung dieser Konsequenz steht indes noch aus.