[(7) bzw. (5)]. Beide Gebilde sind Tensoren im Sinne der
obigen
allgemeinen Bemerkung; hierin liegt ihre Bedeutung.
Im Anschluß an Ricci und Levi-Civita wird der kontra-
variante
Charakter durch oberen, der kovariante durch unteren
Index
bezeichnet.

§ 6. Tensoren zweiten und höheren Ranges.

Kontravarianter Tensor. Bilden wir sämtliche 16 Produkte
Amn der Komponenten Am und Bn zweier kontravarianten
Vierervektoren

Amn  = Am Bn,
(8)

so erfüllt Amn gemäß (8) und (5a) das Transformationsgesetz

           '     ' Ast'=  @-xs- @ xt-Am n.        @ xm  @ xn
(9)

Wir nennen ein Ding, das bezüglich eines jeden Bezugs-
systems durch 16 Größen (Funktionen) beschrieben wird, die
das
Transformationsgesetz (9) erfüllen, einen kontravarianten
Tensor zweiten Ranges. Nicht jeder solcher Tensor läßt sich
gemäß
(8) aus zwei Vierervektoren bilden. Aber es ist leicht
zu
beweisen, daß sich 16 beliebig gegebene Amn darstellen
lassen
als die Summe der Am Bn von vier geeignet gewählten
Paaren
von Vierervektoren. Deshalb kann man beinahe alle
Sätze
, die für den durch (9) definierten Tensor zweiten Ranges
gelten
, am einfachsten dadurch beweisen, daß man sie für
spezielle
Tensoren vom Typus (8) dartut.

Kontravarianter Tensor beliebigen Ranges. Es ist klar, daß
man
entsprechend (8) und (9) auch kontravariante Tensoren
dritten und höheren Ranges definieren kann mit 43 usw.
Komponenten
. Ebenso erhellt aus (8) und (9), daß man in
diesem
Sinne den kontravarianten Vierervektor als kontra-
varianten
Tensor ersten Ranges auffassen kann.

Kovarianter Tensor. Bildet man andererseits die 16 Pro-
dukte Amn der Komponenten zweier kovarianter Vierervektoren
Am und Bn

Amn  = Am Bn,
(10)

so gilt für diese das Transformationsgesetz

    '   @ xm  @ xn Ast  =  ----'----'Amn  .         @ xs @ xt
(11)